Verhaltenstherapie


Verhaltenstherapie, auch kurz VT genannt, geht grundsätzlich davon aus, dass Verhalten sowohl erlern- als auch veränderbar ist. Sehr vereinfacht gesagt, ist das Ziel einer Verhaltenstherapie das „Umlernen“ problematischer Denk- und Verhaltensweisen.

VT ist die pragmatischste unter den Psychotherapierichtungen. Sie setzt bei konkreten aktuellen Problemen an, zeichnet sich durch eine transparente, störungsspezifische und lösungsorientierte Vorgehensweise aus und fördert nachhaltig die Selbstmanagement- und Problemlösekompetenzen der Patienten.

An dieser Stelle sei bemerkt: Ich sehe jeden, der bei mir Hilfe sucht, grundsätzlich als Experten seiner selbst. Ein vertrauensvolles Arbeitsbündnis zwischen dem Patienten und mir als Therapeutin ist für mich Basis und zwingende Voraussetzung jeder Therapie.

Seit 1998 ist die VT als sogenanntes „Richtlinienverfahren“ von allen Krankenkassen offiziell anerkannt.
Damit ist eine Verhaltenstherapie für die Patienten in aller Regel kostenneutral, weil die Kosten im Regelfall von der Krankenversicherung übernommen werden. Ein Grund hierfür ist, dass die VT in ihren Methoden am gründlichsten untersucht worden ist und ihre Wirksamkeit am besten nachgewiesen werden konnte.

Ob die VT das Mittel der Wahl ist, wird vor Beginn jeder eigentlichen Therapie im individuellen Fall zwischen Patient und Therapeut geklärt.

Ich teile diesbezüglich die Auffassung des amerikanischen Psychiaters und Psychotherapeuten Milton H. Erickson (übrigens kein Verhaltenstherapeut), der in Bezug auf Therapiemethoden einmal gesagt haben soll: Hilfreich ist was hilft.